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Kopenhagen – bunt und modern

Die vermeintlich glücklichsten Menschen der Welt leben natürlich in einer bemerkenswerten Stadt. Bunt und modern präsentiert sich Kopenhagen, sehr naturverbunden und damit derzeit voll im Trend. Gleichzeitig erinnern viele Bauwerke an die reiche Geschichte eines Landes, dessen Vorfahren einst große Seefahrer waren.

 

Die Zeiten der Wikinger sind in Dänemark nun seit knapp eintausend Jahren vorüber und seitdem hat sich einiges getan.

Während Jütland im Westen heutzutage vor allem für seine Strände bekannt ist, existiert in den Augen der Einheimischen auf der östlichen Insel Seeland eigentlich bloß eines: die Hauptstadt. Kopenhagen, die Heimat von rund 775.000 Menschen, liegt kurz vor der schwedischen Grenze direkt an der Ostseeküste.

Der Anschluss zum Meer war demnach schon immer von zentraler Bedeutung für Kopenhagen und prägt heute noch das Stadtbild. Entlang den Kanälen, wo einst der Handel blühte, liegen jetzt die Szeneviertel mit ihren unzähligen Bars und Restaurants. Dort befinden sich auch die farbenfrohen Häuser von Nyhavn, dem bekannten Postkartenmotiv mit schillernder Vergangenheit. Hans Christian Andersen etwa verbrachte hier etliche Jahre seines Lebens. Über den berühmten Dichter sollte besser kein Tourist ein schlechtes Wort verlieren, denn er gilt für viele Dänen als das größte Kulturgut ihres Landes.

Weitaus weniger begeistert zeigen sich die Kopenhagener von ihrem nächsten Wahrzeichen, der Kleinen Meerjungfrau. Unschuldig sitzt sie auf ihrem Felsen am Wasser und muss Tag für Tag in enttäuschte Gesichter blicken: Die Bronzestatue ist ja winzig! Dennoch wird sie stets von einer hartnäckigen Horde Besucher belagert. Da heißt es für ein Foto bei gutem Wetter oft Schlange stehen.

Auf dem Weg zur Statue bietet sich zur Stärkung ein Abstecher auf die Papierinsel Papirøen an, wo in einer alten Industriehalle Streetfood verkauft wird. Kulinarisch sind die Stände ziemlich international aufgestellt. Der dänische Beitrag zur Küche liegt meist in der Nachspeise oder dem beliebten Smørrebrød als Beilage.

Diese (und weitere) Sehenswürdigkeiten werden alle im Rahmen einer sog. Free Walking Tour abgelaufen, einer besonderen Art der Stadtführung, die rein auf Trinkgeld-Basis operiert. Insbesondere Alleinreisende finden so schnell Ansprechpartner und Gleichgesinnte.

Als Gruppe wiederum empfiehlt es sich, eine ausgedehnte Radtour zu unternehmen. Denn die Landschaft in und um Kopenhagen ist sehr flach und die Stadt besitzt ein gut ausgebautes Netz an Radwegen. An jeder Ecke gibt es preiswerte Leihräder, mit denen man die Grünflächen der Metropole erkunden kann.

Besonders idyllisch ist die Natur an einem speziellen Ort, dem Freistaat Christiania. Von den Behörden geduldet und völlig autonom leben hier Freigeister zusammen und verdienen ihren Unterhalt mit dem Verkauf von Rauschmitteln. Mitten im Stadtkern gelegen sorgt die berüchtigte Kommune des Öfteren für die ein oder andere Schlagzeile, doch im Regelfall geht es friedlich zu. Die Tore stehen jedem geöffnet, der sich an ein paar grundlegende Regeln hält, die mit dem gesunden Menschenverstand einhergehen.

Wem Christiania zu rustikal erscheint, der kann den historischen Vergnügungspark Tivoli besuchen oder die eindrucksvolle Residenz des Königspaares auf Schloss Amalienborg besichtigen. Kopenhagen ist vielfältig und bietet etwas für jeden Geschmack.

Gastautor: Philip Piro

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