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Köln – mehr 2000 Jahre Geschichte am Rhein

Die Stadt Köln – seit einigen Jahren Millionenstadt – blickt auf eine mehr als 2000jährige Geschichte zurück. Doch Köln ist mehr als römische Funde und Kölner Dom.
Im Jahr 50 n. Chr. erhielt die Siedlung am Rhein Stadtrechte als „Colonia Claudia Ara Agrippinensis“ und wuchs schnell. Die Lage am Rhein und gleichzeitig an der Grenze zum von den Römern unbesiegten Germanien bildete die Grundlage für einen regen Austausch zwischen den Kulturen. Aus dem Namensteil „Colonia“ wurde mit der Zeit „Köln“.Dom Köln
Dies ist bis in die Gegenwart geblieben. Geprägt durch Handel und Reisen kamen immer wieder Fremde in die Stadt, die blieben und ihre Eigenheiten mit denen der Einheimischen mischten. Die Offenheit für andere, dazu ein ausgeprägter Hang zum Feiern, aber auch zu Bildung und fremden Kulturen, prägen Köln bis heute.

Der Kölner Dom

1248 legte der damalige Erzbischof Konrad von Hochstaden den Grundstein für den heutigen gotischen Dom. Der Neubau wurde nötig, weil der romanische Vorgängerbau zu klein geworden war. Er konnte die Pilgermassen nicht mehr fassen, die nach Köln strömten, seit Rainald von Dassel 1164 die Gebeine der Heiligen Drei Könige in seine Heimatstadt brachte.
Mit einer Bauzeit von mehr als 600 Jahren ist es wohl eine der längsten Bauphasen überhaupt – und es geht immer weiter. Durch die Erosion müssen ständig Erneuerungen und Konservierungen durchgeführt werden. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Dom stark beschädigt, blieb aber in weiten Teilen erhalten. Die 60 Angestellten der Kölner Dombauhütte leisten hier Sysiphus-Arbeit, um dieses großartige Bauwerk zu erhalten, das seit 1996 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt.

Universität und MuseenUni Hauptgebäude Köln
Die Albertus-Magnus-Universität wurde bereits 1388 gegründet und ist damit eine der ältesten europäischen Universitäten. Seit 2012 besitzt sie den „Exzellenzstatus“ und ist mit mehr als 53.000 Studenten die zweitgrößte deutsche Hochschule.
Daneben beherbergt Köln das Zentralarchiv des internationalen Kunsthandels und etliche Museen, die sich neben der Geschichte der Stadt und des Rheinlands besonders den bildenden Künsten widmen. Eine Besonderheit bildet die „Archäologische Zone“ mit Mikwe, Prätorium, Synagoge und Ubiermonument. Als Stadt des Handels beherbergte Köln immer schon eine große jüdische Gemeinde. Seit den Ereignissen der Hitlerdiktatur und des Zweiten Weltkriegs stellen Zeugnisse dieser jüdischen Gemeinde einen großen Teil der Stadtgeschichte dar.

Köln – mehr als Dom und Historie

Die wechselvolle Geschichte über inzwischen mehr als 2.000 Jahre prägte nicht nur das Kölner Stadtbild, sondern auch die Mentalität der Bevölkerung. Offen für Fremde(s), locker und optimistisch mit viel Feierlaune, dabei hilfsbereit. Bestes Beispiel ist der Karneval, der hier als „fünfte Jahreszeit“ einen großen Stellenwert besitzt. Der Kölner Rosenmontagszug ist mit einer Zuglänge von mehr als 6 km einer der längsten in Deutschland und zieht bei schönem Wetter mehr als eine Million Menschen in die Stadt am Rhein.
Auch im Alltag ist „Leben und leben lassen“ das Motto. Messen, Feste und Feiern – davon einige einmalig in Deutschland und Europa – prägen das Leben in dieser Stadt genauso wie der Kölner Hauptbahnhof und der Konrad-Adenauer-Flughafen in der Wahner Heide. Dieser entstand nach dem Zweiten Weltkrieg auch wegen der Nähe zur provisorischen Hauptstadt Bonn.
Eine Kölner Besonderheit ist das Kölsch, ein obergäriges helles Bier – die einzige Sprache, die man trinken kann, bezeichnet Kölsch doch auch die hier gesprochene Mundart.

Kölner Persönlichkeiten

Einer der bekanntesten Kölner ist sicherlich der frühere Oberbürgermeister und spätere Bundeskanzler Konrad Adenauer. Doch auch Willi Millowitsch wurde mit seinem Theater und durch diverse Spielfilmrollen über die Grenzen seiner Heimatstadt hinaus bekannt. Dazu die Kunstmäzene Wallraff, das Ehepaar Ludwig und der Verleger Alfred Neven DuMont – diese Liste lässt sich noch weiter fortsetzen, würde aber hier den Rahmen sprengen.

Köln am Rhein heißt alle willkommen!

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