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Frankfurt a.M. – Mainhattan boomt

Überlick über FrankfurtKrankfurt? Gestankfurt? Vorbei die Zeiten, in denen die Stadt Frankfurt am Main mit diesen wenig schmeichelhaften Begriffen beschrieben wurde. Im Gegenteil: Mainhattan boomt – und wandelt sich. Herzlich willkommen in der wohl kleinsten Weltmetropole der Welt!

Hauptwache FrankfurtDas großartige an Frankfurt ist, dass sich die Sehenswürdigkeiten der Innenstadt fast alle fußläufig erreichen lassen. Von der Hauptwache, Römerberg von Frankfurtdem zentralen Platz in der Innenstadt, sind es nur wenige Minuten bis zum Römerberg, wo neben teuren Restaurants in den (nicht echten) Fachwerkhäusern vor allem Touristenmassen warten. Dennoch: Gesehen haben sollte man den Platz. Unweit davon befindet sich die Paulskirche, historisch wichtig wegen der Nationalversammlung, die ebendort von 1848 bis 1849 tagte. Im Winter befindet sich auf diesen beiden großen Plätzen der Weihnachtsmarkt.

Am Main lassen die Frankfurter die Seele baumeln, vorzugsweise von der Sachsenhäuser Seite – also heißt es, mit unzähligen anderen Menschen den Eisernen Steg zu überqueren, dort Selfies zu schießen und sich dann am Main hinfläzen. Der Blick auf die Wolkenkratzer – die übrigens immer mehr werden – ist großartig und kostenlos. Wer dabei Hunger verspürt, sollte sich auf keinen Fall einen Döner vom Dönerboot entgehen lassen. Doch Vorsicht: Im Sommer ist die Schlange so lang, dass sie fast bis nach Offenbach reicht.

Innenstadt FrankfurtIm August platzen die Straßen zu beiden Seiten des Flusses aus allen Nähten, wenn das Museumsuferfest gefeiert wird. Überhaupt: die Museen! Am Schaumainkai hat man die freie Auswahl und kann beispielsweise das Deutsche Architekturmuseum, das Kommunikationsmuseum oder das Städel besuchen. Neben diesem befindet sich direkt zwischen Römerberg und dem Dom mit der Schirn ein zweites großes Kunstmuseum. Sowohl Städel als auch Schirn zeigen immer wieder Wechselausstellungen von internationalem Rang. Ein weiteres bekanntes Museum der Stadt ist das Senckenberg Naturmuseum, weithin sichtbar durch die Dinosaurier davor, von denen es auch einige im Inneren zu bestaunen gibt.

Dom FrankfurtWer hoch hinaus will, kann entweder hunderte Stufen auf den Dom (puuuuh) hochsteigen oder nimmt entspannt den Aufzug auf den Maintower. Aus knapp 200 Metern hat man von diesem Wolkenkratzer einen großartigen Überblick über die Stadt und auf die umliegenden Hochhäuser. Ein weiterer Aussichtspunkt, der Goetheturm, fiel leider 2016 einem Brand zum Opfer, soll aber wieder aufgebaut werden.

Theater FrankfurtWas die Theater- und Kinoszene angeht, ist Frankfurt ebenfalls sehr gut bestückt. Zahllose kleine und große Bühnen ziehen teilweise schon seit Jahrzehnten ihr Publikum an, mit dem English Theatre befindet sich das größte englischsprachige Theater auf dem europäischen Festland direkt in der Stadt. Einen Besuch ist es auf jeden Fall wert!

Nach all diesen kulturellen Highlights darf das Shoppen nicht zu kurz kommen. Mit der Zeil befindet sich eine kompakte Fußgängerzone in der Innenstadt, deren Hauptbereich zwischen der Hauptwache und der Konstablerwache liegt und in deren Mittelpunkt ganz sicher das architektonisch spannende Einkaufszentrum MyZeil die meisten Besucher anzieht. In Sachsenhausen und auf der Berger Straße gibt es viele kleine, kreative Läden, wohingegen das Nord-West-Zentrum, die SkylinePlaza und das Hessen-Center konventionelle Einkaufszentren sind. Teuer wird es in der Goethestraße, aber gucken macht auch Spaß.

skyline FrankfurtAusgehen lässt es sich in Frankfurt hervorragend, auch wenn viele Läden schicker tun, als sie wirklich sind. Unzählige Restaurants, allen voran im Bahnhofsviertel um die berühmt-berüchtigte Kaiserstraße (früher Rotlicht, heute lebhafte Flaniermeile). Die Kneipen sind verteilt, doch viele ballen sich in Alt-Sachsenhausen, wo man viele leckere Apfelwein-Gaststätten findet. Ein Besuch dieser Institutionen lohnt sich!

lichtspecktakel FrankfurtWenn der Frankfurter keine Lust auf Großstadt mehr hat, ist er in wenigen Minuten in der Natur – kein Problem dank der vielen Parks, des nahegelegenen Taunus und des Nahverkehrs, der hervorragend ausgebaut ist. Soll heißen: Frankfurt ist tatsächlich mehr als nur eine Reise wert – und wer weg möchte, hat den Flughafen direkt vor der Nase.

Gastautor: Text von Holger Fischer

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