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Eine Entdeckungsreise nach Kairo

Kairo kennenzulernen – das ist eine Monate währende Entdeckungsreise. Doch Touristen steht gemeinhin nicht so viel Zeit zur Verfügung. Sie müssen sich auf wenig, viel zu wenig beschränken.

Kommen Sie mit in ein Riesenlabyrinth, das überquillt von Lärm, Menschen, Autos, Dreck. In dem das Leben sowohl in Hochhäusern als auch in pharaonisch geprägten Lehmhütten, wie vor Jahrtausenden dahinplätschert.

Kairos orientalische Bazare verströmen Wohlgerüche und das Verkehrschaos verdüstert manchmal den Himmel. Und dennoch: Wenn Schaf- oder Ziegenherden durch eine der Hauptstraßen getrieben werden oder wenn nachts das Glockengebimmel von ein paar daher ziehenden Kamelen an Ihr Ohr dringt, wenn im Bazar Pfefferschwaden die Nase reizen oder der Bazari zu einem Glas Tee im Dämmerlicht drängt, dann ist das Orient in all seiner phantastischen und sympathischen Vielfalt.

Die Lobeshymne auf Kairo soll Ihnen den „Einstieg“ erleichtern, denn viele Touristen schrecken entsetzt vor dem vermeintlichen Chaos zurück, trauen sich kaum einen eigenen Schritt. Aber erst wenn Sie allein oder zu zweit durch die Straßen wandern, werden Sie das echte Kairo erleben können. Noch bessere Eindrücke gewinnen Sie in Gegenden, die nicht so stark von Touristen besucht werden.

Das Stadtzentrum

Das Café Groppi ist ein bekannter Treffpunkt. Der Midan Tahir ist eine sechsspurige Straße, die von zig Autos und Motorrädern befahren wird. Massen von Fußgängern überqueren, meist um ihr Leben rennend, die Straßenzüge, selbst wo nun der Metro-Bahnhof sicheres Unterqueren ermöglicht.

In unmittelbarer Nähe: Das Ägyptische Museum und die Touristen-Meldestelle. Zwischendrin befinden sich noch zwei Busbahnhöfe und natürlich jede Menge Geschäfte und Restaurants.
Achtung: Am Midan Tahrir, in der Sharia Talaat Harb und anderen Straßen sind Schlepper sehr geschickt auf ahnungslose Touristen aus. Meist sprechen Sie ein paar Sätze deutsch und verwickeln den höflichen Zuhörer in ein Gespräch. Die Freundschaft endet schließlich in einem Parfüm-Shop, dessen Preise um das Zehnfacher erhöht sind. Aber es geht nicht nur um Parfüm, andere versuchen, Ihnen überteuerte Ausflüge, zum Beispiel nach Sakkara anzudrehen oder sich Ihnen den ganzen Tag als freundschaftlichen Führer anzudienen und am Ende ein saftiges Honorar zu verlangen.

Auch Pferdekutschfahrten sind nicht das größte Vergnügen in Kairos Verkehrsgewühl; heben Sie sich diesen Spaß für Luxor auf.

Das Nile Hilton Hotel ist im Übrigen eine Drehscheibe für Touristen wie auch für viele Ägypter. Es entstand im Jahr 1959 unter Nasser und galt als Fenster zum Westen. Inzwischen wurde das Schwester-Hotel Ramses Hilton gleich südlich der 6. Oktober Brücke in den Himmel geklotzt, ebenfalls kein Architektur-Denkmal. Von der Bar im 30. Stock haben Sie einen hervorragenden Ausblick, unter anderem auf den Midan Tahrir und die Umgebung.

Außerdem ist ein brauchbarer Platz für einen „Sundowner“, den Drink nach englischer Art bei Sonnenuntergang. Die American University of Cairo ist einen Blick wert. Am nächsten Block der Sharia Qasr el Aini ist das Haus der sehr betagten Geologischen Gesellschaft von einer Polizei- oder Militärkaserne vereinnahmt worden. Das interessante Geologische Museum, das einst hier verstaubte, ist nach Alt-Kairo verlegt worden.

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