city4you

Budapest – das „Paris des Ostens“

Ein Besuch in Ungarns Hauptstadt: Budapest

Komischerweise ist die ehemalige Residenzstadt des österreichischen Kaisers immer noch so etwas wie ein kleiner Geheimtipp wenn es um Städtereisen in Europa geht. Das ist zwar in der Hinsicht gut, dass man oft günstige Flüge dorthin bekommt, aber eigentlich komplett unverständlich. Budapest ist eine wahre Perle und wird nicht umsonst auch als „Paris des Ostens“ bezeichnet. Die Stadt präsentiert sich als geschichtsträchtige Metropole zwischen Ostblock-Charme und Sissi-Kult.

Hier meine ganz persönlichen Favoriten für einen unvergesslichen Besuch:

Sightseeing-Pflichtprogramm

Die Stadt an der Donau hat eine reiche und bewegte Geschichte hinter sich und dementsprechend viel gibt es hier zu entdecken. Verträumte, kopfsteingepflasterte Gassen, prunkvolle Kaffeehäuser und wunderschöne Jugendstilbauten prägen die Szenerie und geben perfekte Fotomotive ab. Der Burgberg mit dem Burgpalast und der Fischerbastei gehören seit 1987 zum UNESCO-Weltkulturerbe und sind ein Muss für jeden Budapest-Besucher. Wer den Berg besonders stilvoll erklimmen möchte, kann dies übrigens mit der historischen Standseilbahn tun. Nicht verpassen sollte man neben den typischen Sehenswürdigkeiten wie der Kettenbrücke, dem Parlamentsgebäude und dem Heldenplatz auch nicht den Gellértberg: Von hier aus hat man die beste Aussicht auf die Stadt.

 

Für Genießer und Foodies

Budapest ist eine Stadt, die Essen liebt. Das reicht weit über Lángos und Baumkuchen hinaus. Einer meiner liebsten Orte in der Stadt ist definitiv die große Markthalle. Das schön restaurierte Gebäude ist allein schon einen Besuch Wert, doch die eigentlichen Stars sind die unzähligen, dicht aneinander gereihten Stände, die alles feil bieten, was man sich nur wünschen kann. Von ungarischer Salami und typischem Gulaschgewürz, über Obst und Gemüse bis hin zu Hochprozentigem gibt es hier allerhand Gaumenfreuden. In der oberen Etage bietet sich nicht nur ein beeindruckender Blick über das Getummel im Erdgeschoss, sondern auch die Möglichkeit, hervorragend traditionell zu essen. Besonders Paprika- und Kartoffelgerichte bringen einem hier die ungarische Küche näher.
Wen es danach noch nach etwas Süßem gelüstet, sollte einen Abstecher ins Café Gerbeaud machen. Die unglaublichen Torten, die köstliche heiße Schokolade und das traumhafte Interior sind immer eine Sünde Wert.

Free Walking Tours

Wie lässt sich eine Stadt besser erkunden als mit jemandem, der sich wirklich dort auskennt? Bei einer der vielen kostenlosen Walking-Touren mit einheimischen Guides bekommt man Einblicke, die einem ansonsten verwehrt bleiben. Besonders empfehlenswert ist ein Gang durch das jüdische Viertel, vorbei an Synagogen, dem Holocaust-Denkmal und dem jüdischen Friedhof. Aber auch ein Spaziergang durchs Burgviertel oder der kommunistische Rundgang lohnen sich. Die Touren sind gratis und die Leute, die sie veranstalten, wissen wirklich von was sie sprechen. Ein Trinkgeld wird aber gerne angenommen und ist auch gut investiert.

Wellness mitten in der Stadt

Wem nach einem langen Tag voller Sightseeing Füße und Rücken weh tun, der kann einem von Budapests berühmten Thermalbädern einen Besuch abstatten. Die Stadt ist nämlich die einzige Großstadt der Welt, die gleichzeitig ein anerkannter Kurort ist. Das bekannteste ist wahrscheinlich das Gellert-Bad. Hier kann man sich in schönem Jugendstil-Ambiente hervorragend entspannen. Auch das Szechenyi-Bad mit seinen 15 unterschiedlichen Becken und der imposanten Architektur ist ein toller Ort, um die Seele ein wenig baumeln zu lassen. Überhaupt verfügt Budapest über rund 20 Bäder. Da dürfte für jeden Geschmack etwas dabei sein. Also unbedingt Badesachen einpacken!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.