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Berlin – ist Kaviar und Currywurst

Berlin ist arm, aber sexy. Berlin ist Kaviar und Currywurst. Prachtbau und Platte.
Hipster und Handwerker. Pracht und Proll.
Aber vor allem eins ist Berlin ganz offenkundig nicht: Langweilig!

Blick auf BerlinEs gibt keine Stadt in Deutschland, die ähnlich spannend, vielfältig und vibrierend ist wie Berlin. Längst hat sich die Stadt als ein internationales kulturelles Zentrum etabliert. Das Berliner Nachtleben ist berühmt wie berüchtigt und dennoch: Neben all den weltberühmten Clubs und Discos macht doch erst die kleine Eckkneipe im Kiez, in der man sich kennt, den Reiz dieser Millionenmetropole aus.

Wer zum ersten Mal nach Berlin kommt, wird beinahe erschlagen von all den Eindrücken. Brandenburger Tor, Reichstag, Siegessäule, Alexanderplatz, Potsdamer Platz, Berliner Dom, Museumsinsel, Gedächtniskirche, Gendarmenmarkt,… die Liste der Sehenswürdigkeiten ist lang, klar. Und man sollte natürlich viele davon besichtigen, vor allem beim ersten Besuch der Stadt.
Doch so wirklich verstehen, was Berlin ausmacht, kann man erst, wenn man die Stadt erneut besucht. Wenn man bereit ist, sich abseits der von den Touristenhorden ausgelatschten Pfade zu bewegen. Wenn man beispielsweise zum Einkaufen statt über die Friedrichstraße im Herzen der Stadt durch die Kieze wie Kreuzberg oder Friedrichshain schlendert und dort ganz viele kleine Boutiquen, originelle Andenkenläden und Kleinode entdeckt, die viel individuellere Waren verkaufen. Wenn man statt der Bars am Alexanderplatz lieber die Eckkneipen in Wedding oder am Prenzlauer Berg besucht, wo die Anzugträger gleichberechtigt neben dem Kerl in Jogginghose an der Bar sitzen und ihr Bier trinken. Oder wenn man es wie die Berliner macht und ein erneutes SBahn-Chaos mit einer beeindruckenden Gleichmut hinnimmt.

Wem allerdings nur ein kurzer Aufenthalt in der Stadt vergönnt ist, der setzt sich am besten in die günstige Alternative zu den allgegenwärtigen Sightseeing Bussen:

Einen Bus der Linie 100, der vom Alexanderplatz zum Bahnhof Zoologischer Garten verkehrt und dabei zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie Unter den Linden, den Reichstag, den Tiergarten oder Schloss Bellevue passiert.
Die Aussicht genießen kann man vom Fernsehturm, dem höchsten Gebäude der Republik. Günstigere Aussichtspunkte gibt es auf dem Berliner Dom oder der Siegessäule, allerdings muss man hier zahlreiche Treppenstufen erklimmen. Ein Besuch im politischen Herzen der Stadt darf nicht fehlen; wer den Reichstag besuchen möchte, muss sich anmelden. Lange Wartezeiten sind dabei möglich. Ein Bummel entlang der Prachtstraße Unter den Linden sollte bei einem ersten Besuch ebenso fester Bestandteil sein wie ein Besuch des Gendarmenmarkts, von dem viele Berliner sagen, es sei der schönste Platz Europas. Wer sich dort aufhält, findet nicht allzu viele Gegenargumente zu dieser These.
Quirlig wird es am Alexanderplatz (wobei ehrlich gesagt kein Mensch so recht weiß, weshalb dieser unwirtliche Platz mit seiner tristen Architektur eine Sehenswürdigkeit sein soll) und rund um die Kaiser Wilhelm-Gedächtniskirche; hier beginnt mit dem Kudamm die wohl bekannteste Einkaufsmeile der Stadt, die sich in den vergangenen Jahren von einem sehr teuren zu einem deutlich gemäßigteren Pflaster entwickelt hat. In anderer Richtung befindet sich mit dem KaDeWe das größte Einkaufszentrum auf dem europäischen Festland, das vor allem wegen seiner Essensabteilung sehenswert ist.

Die Seele baumeln lassen kann man in einer der zahllosen Grünanlagen der Stadt. Knapp 25% der gesamten Fläche entfallen auf Waldgebiete und Gewässer. Stichwort Gewässer: mit über 900 Brücken über Gewässer besitzt Berlin mehr als doppelt so viele wie Venedig.

Worauf also warten? Zu jeder Jahreszeit ist Berlin einen Besuch wert. Es ist eine Weltmetropole mit einem großartigen kulinarischen wie kulturellen Angebot, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Gastautor: Text von Holger Fischer

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